Private Rentenvorsorge um Altersarmut zu vermeiden

Die deutsche Rentenversicherung hatte am 21.11.2007 die Studie "Altersvorsorge in Deutschland 2005" vorgelegt. Aus dieser Studie geht hervor, dass Millionen Arbeitnehmer bislang überhaupt keine private Altersvorsorge haben. Deshalb hätten sie ein hohes Risiko von Altersarmut. Renten-Präsident Herbert Rische sagte: "Klar ist, dass zusätzlich vorgesorgt werden muss, um in Zukunft das Sicherungsniveau zu halten". Die Notwendigkeit einer Eigenvorsorge betonte auch die deutsche Bundesregierung. Die Studie "Altersvorsorge in Deutschland" ist in gewisser Weise bislang einmalig. Es wurde erstmals im Auftrag der Rentenversicherung und des Bundesarbeitsministeriums über mehrere Jahre hinweg untersucht, in welcher Höhe die Alterseinkünfte für diejenigen sein werden, die in den nächsten zwanzig Jahren in Rente gehen.

Befunde für die zukünftige Rente. Die statistischen Befunde seien vor allem für Ostdeutschland alarmierend. Die gesetzliche Rente werde durch die jüngsten Rentenreformen deutlich geschmälert. Laut der Studie Altersvorsorge in Deutschland (abgekürzt Avid) würde das voraussichtliche Nettoalterseinkommen nach dem heutigen Geldwert bei 820 Euro liegen. Für Männer (in den neuen Ländern), die heute 46 bis 50 Jahre alt sind. 967 Euro oder rund 15 Prozent mehr Rente erhalten dagegen die heute 65-bis 61-Jährigen. Bei den jüngeren Frauen würden die Bezüge um zwölf Prozent schrumpfen. In Westdeutschland sei die Entwicklung weniger dramatisch. Durchschnittlich 1070 Euro für westdeutsche Männer und damit in etwa die gleiche gesetzliche Rente wie ältere westdeutsche Männer. Westdeutsche Frauen, die mehr und mehr berufstätig sind und dadurch höhere Rentenansprüche erwerben, können dadurch auch mit durchschnittlich gestiegenen Altersbezügen auf niedrigem Niveau um acht Prozent rechnen.

Die gesetzliche Rente wird heute schon häufig durch eine private Rentenvorsorge und durch Betriebsrenten ergänzt. Gemäß der Studie "Altersvorsorge in Deutschland" erhält ein Rentner durchschnittlich rund 1500 Euro (bundesweiter Durchschnitt für Rentner). Die Forscher haben die Gesamteinkommen von Befragten hochgerechnet und einen Vergleich angestellt. Die jüngeren Jahrgänge schneiden in diesem Vergleich in der Regel schlechter ab, als diejenigen Arbeitnehmer, die demnächst in Rente gehen. Die Kürzung der Rente liegt für Männer in Westdeutschland bei rund sechs Prozent. In Ostdeutschland, wo die gesetzliche Rente bei den älteren Arbeitnehmern selten durch eine private Rentenvorsorge ergänzt worden ist, sind es rund zwei Prozent weniger Rente (Gesamtrente: gesetzliche Rente plus Rente durch eine private Altersvorsorge und Rente durch eine betriebliche Altersvorsorge).

Bedrohliches würde die Studie "Altersvorsorge in Deutschland" allein stehende Frauen und Geringverdiener voraussagen. Denn sie können nur noch mit kleinen Renten rechnen. Unsichere Zeiten würden auch diejenigen entgegengehen, die lange arbeitslos waren und sich zwischendurch mit einer Selbstständigkeit oder mit Minijobs durchgeschlagen haben. Renten-Präsident Rische sagte, dass ohne eine zusätzliche Altersvorsorge eine Altersarmut "drohender" werde. Das Ministerium und die Rentenversicherung haben sich von den Forschern zwei zusätzliche Zukunftsszenarien gewünscht. Eine firmiert in der Studie "Altersvorsorge in Deutschland" unter "positiver Arbeitsmarkt". Die Modellrechnung kommt dabei zu dem Ergebnis, dass in Westdeutschland die jüngeren Arbeitnehmer sogar mehr Rente als die älteren Arbeitnehmer erhalten könnten.

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Millionen Arbeitnehmern haben ein hohes Risiko im Rentenalter zu verarmen, weil sie bislang überhaupt keine private Altersvorsorge haben | private Altersvorsorge | private Rentenvorsorge | Rente,


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